Zielsetzung und Schwerpunkte[Bearbeiten]
Zielsetzung[Bearbeiten]
Pflege ist nach Peplaus Theorie hilfreich, wenn es ihr gelingt, die Weiterentwicklung der Interaktionspartner – Pflegebedürftiger und Pflegekraft – zu fördern und sie bei den auftretenden zwischenmenschlichen Problemen im Pflegeprozess zu unterstützen. Dazu muss die Pflegeausbildung nicht nur den Intellekt, sondern auch die Persönlichkeit der Pflegekräfte schulen, da deren Verhalten Einfluss darauf hat, wie gut oder schlecht der Patient mit seiner Erkrankung zurechtkommt. Es hat eine entscheidende Bedeutung, dass die Pflegekraft erkennt, klärt und ein Verständnis dafür entwickelt, welche Auswirkung ihre Zuwendung zum Pflegebedürftigen hat.[11]
Metaparadigma[Bearbeiten]
Nach dem pflegewissenschaftlichen Aspekt lassen sich die Pflegetheorien in vier Paradigmen einteilen. Sie werden in ihrer Gesamtheit als Metaparadigma der Pflege bezeichnet und umfassen die Bereiche Mensch bzw. Person, Umwelt, Gesundheit bzw. Krankheit und Pflege. Anhand dieser Kriterien lassen sich die Zielsetzung, das Selbstverständnis und die Systematik einer jeden Theorie beschreiben und erfassen. Das Metaparadigma als beschreibendes Element ist pflegewissenschaftlich und metatheoretisch umstritten, wird aber innerhalb der Pflegebildung verwendet, um einen zusammenfassenden Überblick über eine Pflegetheorie zu geben.[12]
Metaparadigma in der Pflege: Mensch, Umwelt, Gesundheit/Krankheit, Pflege
Mensch
Der peplauschen Theorie liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde, das heißt, der Mensch wird als einzigartiges, individuelles Wesen wahrgenommen und nicht auf die Funktion seiner Organe reduziert. Die zwischenmenschlichen Beziehungen des Individuums, die Teil seiner Existenz sind und diese beeinflussen, werden durch verschiedene innere und äußere Umstände gesteuert.[13]
Umwelt
Peplau bezeichnet die Umwelt als Mikrokosmos. Dieser beinhaltet sämtliche Bezugspersonen sowie alle zwischenmenschlichen Beziehungen, innerhalb welcher sich der Pflegebedürftige bewegt.
Gesundheit/Krankheit
Gesundheit wird von Peplau als fortlaufender Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und anderer menschlicher Bedürfnisse, beispielsweise der Emotion, definiert. Gesundheit ist sowohl auf ein kreatives, aktives, nützliches und leistungsfähiges persönliches Leben als auch auf das Gemeinschaftsleben ausgerichtet. Peplau versteht Krankheit als eine unvermeidliche menschliche Erfahrung, die dann zu einer Wachstumserfahrung werden kann, wenn der Mensch einen Sinn in der Krankheit finden kann.[3]
Pflege
