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Innerhalb der Pflegewissenschaft und -forschung werden verschiedene Klassifikationssysteme verwendet, in denen die Einteilung in eine Modellgruppe Rückschlüsse auf die Art einer Theorie zulässt. Afaf Ibrahim Meleis, die sich auf die Grundlagenforschungen von Donaldson und Crowley stützt, ordnet Pflegetheorien in vier Denkschulen[8]; innerhalb dieser Einteilung wird die Theorie der interpersonalen Pflege als Interaktionsmodell klassifiziert.[9] Andere Pflegewissenschaftler verwenden andere Einteilungen, beispielsweise wird sie von Marriner-Tomey als humanistisches Modell bezeichnet.[10]

Zielsetzung und Schwerpunkte[Bearbeiten]
Zielsetzung[Bearbeiten]
Pflege ist nach Peplaus Theorie hilfreich, wenn es ihr gelingt, die Weiterentwicklung der Interaktionspartner – Pflegebedürftiger und Pflegekraft – zu fördern und sie bei den auftretenden zwischenmenschlichen Problemen im Pflegeprozess zu unterstützen. Dazu muss die Pflegeausbildung nicht nur den Intellekt, sondern auch die Persönlichkeit der Pflegekräfte schulen, da deren Verhalten Einfluss darauf hat, wie gut oder schlecht der Patient mit seiner Erkrankung zurechtkommt. Es hat eine entscheidende Bedeutung, dass die Pflegekraft erkennt, klärt und ein Verständnis dafür entwickelt, welche Auswirkung ihre Zuwendung zum Pflegebedürftigen hat.[11]

Metaparadigma[Bearbeiten]
Nach dem pflegewissenschaftlichen Aspekt lassen sich die Pflegetheorien in vier Paradigmen einteilen. Sie werden in ihrer Gesamtheit als Metaparadigma der Pflege bezeichnet und umfassen die Bereiche Mensch bzw. Person, Umwelt, Gesundheit bzw. Krankheit und Pflege. Anhand dieser Kriterien lassen sich die Zielsetzung, das Selbstverständnis und die Systematik einer jeden Theorie beschreiben und erfassen. Das Metaparadigma als beschreibendes Element ist pflegewissenschaftlich und metatheoretisch umstritten, wird aber innerhalb der Pflegebildung verwendet, um einen zusammenfassenden Überblick über eine Pflegetheorie zu geben.[12]



Metaparadigma in der Pflege: Mensch, Umwelt, Gesundheit/Krankheit, Pflege
Mensch
Der peplauschen Theorie liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde, das heißt, der Mensch wird als einzigartiges, individuelles Wesen wahrgenommen und nicht auf die Funktion seiner Organe reduziert. Die zwischenmenschlichen Beziehungen des Individuums, die Teil seiner Existenz sind und diese beeinflussen, werden durch verschiedene innere und äußere Umstände gesteuert.[13]
Umwelt
Peplau bezeichnet die Umwelt als Mikrokosmos. Dieser beinhaltet sämtliche Bezugspersonen sowie alle zwischenmenschlichen Beziehungen, innerhalb welcher sich der Pflegebedürftige bewegt.
Gesundheit/Krankheit
Gesundheit wird von Peplau als fortlaufender Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und anderer menschlicher Bedürfnisse, beispielsweise der Emotion, definiert. Gesundheit ist sowohl auf ein kreatives, aktives, nützliches und leistungsfähiges persönliches Leben als auch auf das Gemeinschaftsleben ausgerichtet. Peplau versteht Krankheit als eine unvermeidliche menschliche Erfahrung, die dann zu einer Wachstumserfahrung werden kann, wenn der Mensch einen Sinn in der Krankheit finden kann.[3]
Pflege

chen eine kontinuierliche interpersonale Beziehung beinahe unmöglich, die zwischenmenschliche Be

Peplau geht von der Annahme aus, dass die Bedürfnisse eines Individuums sein Handeln und damit auch sein fortlaufendes und zielgerichtetes Verhalten beeinflussen. Grundlage dieser Annahme sind die Arbeiten von Maslow und Sullivan. Peplau beschreibt zwei Arten von Bedürfnissen, die allerdings nur analytischen Zwecken dienen: zum einen die körperlichen Bedürfnisse des Organismus und zu anderen die interpersonalen Bedürfnisse, die den Menschen in seiner Entwicklung fördern. Eine darüber hinausgehende Differenzierung, wie beispielsweise von Henderson im Modell der 14 Grundbedürfnisse vorgelegt, findet bei Peplau nicht statt.[18] Werden die Bedürfnisse des Gepflegten nicht befriedigt, entwickelt er Ängste, die dann innerhalb der interpersonalen Beziehung kommuniziert werden müssen. Ursachen einer unvollständigen Bedürfnisbefriedigung können unter anderem Konflikte im Mikrokosmos, also der Umwelt des Pflegebedürftigen sein.

Stufen der Angst[Bearbeiten]


Aufbau des Angstniveaus und variierende Angstgrade
Nach Peplau versucht jeder Mensch seine Bedürfnisse nach körperlicher Unversehrtheit, interpersonaler Sicherheit, Zuneigung, Anerkennung, Können und neuen Erfahrungen zu befriedigen. Auf dem Weg zur Bedürfnisbefriedigung entstehen Hindernisse oder Konflikte die Ängste entstehen lassen und den Menschen im Laufe seines Lebens immer wieder mit dem Gefühl der Unsicherheit und Angst konfrontieren.[19] In der peplauschen Theorie werden drei Stufen der Angst unterschieden, die sich in ihrem Niveau unterscheiden und Einfluss auf die Lern- und Handlungsfähigkeit des Individuums haben. Auf der niedrigen Stufe der Angst ist der Mensch noch in der Lage zu lernen und selbstständig zu handeln, lediglich seine Wahrnehmung ist geschärft. Auf dem mittleren Angstniveau verliert der Mensch den Überblick über die Situation und die Wahrnehmung wird deutlich eingeschränkt. Er ist nicht mehr in der Lage Bewältigungsstrategien zu entwickeln oder neue Erfahrungen zu machen. Erreicht der Mensch ein hohes Angstniveau, beispielsweise gerät in Panik, verliert er vollständig die Fähigkeit zu handeln und wahrzunehmen. Lernprozesse sind in dieser Angststufe nicht mehr möglich.[20] Die Pflegekraft hat in dieser Situation die Aufgabe, die Angst angemessen einzuschätzen und durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren.

Konzept des interpersonalen Lernens[Bearbeiten]
Dieses Konzept greift die zentralen Aspekte auf Theorie Peplaus auf. Darunter fallen die Annahmen, dass das menschliche Handeln vorwärtsgerichtet sei, das der Mensch ein eigenständiges und soziales Individuum ist und sein Handeln zielgerichtet ist. Das Lernen wird von Peplau als wesentliches Mittel zu der angestrebten Vorwärtsbewegung definiert und findet in zwischenmenschlichen Beziehungen statt. Die Pflege setzt sich zum Ziel diese Lernprozesse zu ermöglichen, mit deren Hilfe der Mensch die Erfahrung „Krankheit“ in sein Leben integrieren kann. Für die Pflegekraft entsteht aus ihrer professionell wahrgenommenen Rolle die Möglichkeit von dieser Erfahrung zu profitieren und im Rahmen einer kreativen Synthese selbst zu lernen und sich zu einer größeren Reife hin zu entwickeln.[3]

Pflegewissenschaftliche Bedeutung und Nachwirkung[Bearbeiten]
Die Theorie Peplaus bildet nach Nightingales die erste pflegewissenschaftliche Grundlage, die sich stark auf die Entwicklung der Pflegepraxis, der Pflegebildung und die Pflegeforschung[21] ausgewirkt hat und einen grundlegenden Wandel in der Pflegekultur zur Folge hatte.[3] Der Wandel im pflegerischen Selbstverständnis war so weitreichend, dass Pflegekräfte einige Ansätze der Theorie heute für selbstverständlich halten; Marriner-Tomey geht davon aus, dass Peplaus Theorie die Entwicklung der modernen Pflege maßgeblich beeinflusst hat, indem sie einen Bezugsrahmen für die therapeutische Arbeit mit Pflegebedürftigen schuf.[21] Innerhalb der psychiatrischen Krankenpflege ist das peplausche Modell als Grundlage der Pflege etabliert und findet als Modell der psychodynamischen Pflege vor allem in amerikanischen Kliniken Anwendung.

Im historischen Kontext der pflegetheoretischen Entwicklung hat die Veröffentlichung von Peplaus Theorie die Unsicherheit in der Beziehung zwischen Pflegekraft und Pflegebedürftigem beendet. Ihre Theorie hat die pflegepädagogische Bildung entscheidend geprägt und ist heute international fester Bestandteil in der Pflegepädagogik und Berufsbildung aller Ausbildungsstufen. Die Einbeziehung der Psychologie und der Sozialwissenschaften in den Fächerkanon der akademischen Pflegebildung wurde ebenfalls stark durch Peplau beeinflusst. Verschiedene Pflegewissenschaftler sehen in ihrer Theorie die Grundlage für den erst später entwickelten Pflegeprozess. Einige deduktive Pflegetheorien der zweiten und dritten Generation greifen die theoretischen Grundlagen der peplauschen Theorie auf und entwickeln diese weiter oder binden sie in neue Modelle ein, so zum Beispiel die Theorien von Rüdiger Bauer, der 1997 das „Konzept der kongruenten Beziehungspflege“ veröffentlichte,[22] oder Monika Krohwinkel, die in einer 1999 erschienenen Adaption ihres 1984 entstandenen „Systems der fördernden Prozesspflege“ die Beziehung als zusätzliches Element aufgreift.[23] Andere Forscher wurden durch Peplaus Theorie beeinflusst und viele Forschungsarbeiten stützen sich auf Peplaus Ansichten zur Rolle der Pflegeperson.[21]

Metatheoretische Auseinandersetzung[Bearbeiten]
Peplaus Theorie wurde aus verschiedenen Gründen kritisiert. Dazu gehört unter anderem die Konzentration Peplaus auf eine Beziehung zwischen zwei Menschen; umgebende soziale Systeme, Angehörige oder andere Pflegekräfte und deren Einfluss auf die Pflegesituation werden kaum berücksichtigt. Es ist in der professionellen Pflege unrealistisch und nicht voraussetzbar, dass eine einzelne Pflegekraft vollständigen Pflegeprozess begleitet, insbesondere die Spezialisierung und die Funktionspflege maden chen eine kontinuierliche interpersonale Beziehung beinahe unmöglich, die zwischenmenschliche Beziehungen fördernde Bezugspflege ist nicht grundsätzlich überall durchführbar. Darüber hinaus wird die sehr allgemeine Definition der Paradigmen Pflege und Gesundheit bzw. Krankheit kritisiert, die eine Abgrenzung von anderen therapeutischen oder pflegenden Berufsgruppen erschwert oder unmöglich macht. Obwohl Peplau davon ausgeht, dass ihre auf einen einzelnen Pflegebedürftigen ausgerichtete Theorie auch auf Familien und soziale Gruppen ausdehnbar sei, geht beispielsweise Grünewald davon aus, dass dazu eine konzeptuelle Anpassung oder die Änderung von Teilaspekten notwendig wäre.[24]

Ein weiterer Kritikpunkt, der von Marriner-Tomey aufgegriffen wurde, ist die eingeschränkte Allgemeingültigkeit der peplauschen Theorie, die einen kommunikationsfähigen Partner voraussetzt. Ist der Beziehungspartner nicht in der Lage, das Konzept des Lernens und der Krankheit als Lebenserfahrung zu verstehen, kann die Theorie nicht wirksam eingesetzt werden. Dadurch lässt sich die Theorie nicht oder nur sehr eingeschränkt auf bewusstlose, demente oder neugeborene Gepflegte anwenden.[25]

t jeder Mensch seine Bedürfnisse nach körperlicher Unversehrtheit, interpersonaler Siche


Peplau geht von der Annahme aus, dass die Bedürfnisse eines Individuums sein Handeln und damit auch sein fortlaufendes und zielgerichtetes Verhalten beeinflussen. Grundlage dieser Annahme sind die Arbeiten von Maslow und Sullivan. Peplau beschreibt zwei Arten von Bedürfnissen, die allerdings nur analytischen Zwecken dienen: zum einen die körperlichen Bedürfnisse des Organismus und zu anderen die interpersonalen Bedürfnisse, die den Menschen in seiner Entwicklung fördern. Eine darüber hinausgehende Differenzierung, wie beispielsweise von Henderson im Modell der 14 Grundbedürfnisse vorgelegt, findet bei Peplau nicht statt.[18] Werden die Bedürfnisse des Gepflegten nicht befriedigt, entwickelt er Ängste, die dann innerhalb der interpersonalen Beziehung kommuniziert werden müssen. Ursachen einer unvollständigen Bedürfnisbefriedigung können unter anderem Konflikte im Mikrokosmos, also der Umwelt des Pflegebedürftigen sein.

Stufen der Angst[Bearbeiten]


Aufbau des Angstniveaus und variierende Angstgrade
Nach Peplau versucht jeder Mensch seine Bedürfnisse nach körperlicher Unversehrtheit, interpersonaler Sicherheit, Zuneigung, Anerkennung, Können und neuen Erfahrungen zu befriedigen. Auf dem Weg zur Bedürfnisbefriedigung entstehen Hindernisse oder Konflikte die Ängste entstehen lassen und den Menschen im Laufe seines Lebens immer wieder mit dem Gefühl der Unsicherheit und Angst konfrontieren.[19] In der peplauschen Theorie werden drei Stufen der Angst unterschieden, die sich in ihrem Niveau unterscheiden und Einfluss auf die Lern- und Handlungsfähigkeit des Individuums haben. Auf der niedrigen Stufe der Angst ist der Mensch noch in der Lage zu lernen und selbstständig zu handeln, lediglich seine Wahrnehmung ist geschärft. Auf dem mittleren Angstniveau verliert der Mensch den Überblick über die Situation und die Wahrnehmung wird deutlich eingeschränkt. Er ist nicht mehr in der Lage Bewältigungsstrategien zu entwickeln oder neue Erfahrungen zu machen. Erreicht der Mensch ein hohes Angstniveau, beispielsweise gerät in Panik, verliert er vollständig die Fähigkeit zu handeln und wahrzunehmen. Lernprozesse sind in dieser Angststufe nicht mehr möglich.[20] Die Pflegekraft hat in dieser Situation die Aufgabe, die Angst angemessen einzuschätzen und durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren.

Konzept des interpersonalen Lernens[Bearbeiten]
Dieses

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Konzept der Phasenbezogenheit[Bearbeiten]
Die von Peplau beschriebenen vier Phasen der Interaktion zwischen Pflegeperson und Patient beschreiben die günstigste Entwicklung einer interpersonalen Beziehung zwischen Pflegebedürftigem und Pflegekraft. Die Phasen sind nicht isoliert zu betrachten, sondern können sich teilweise überlappen.



Überlappende Phasen der Pflegekraft/Patient-Beziehung
In der Orientierungsphase versucht die Pflegeperson gemeinsam mit dem Gepflegten das Pflegeproblem einzuschätzen und zu identifizieren. Weiterhin geht es darum, dass der Pflegebedürftige seinen Zustand wie auch die Hilfsbedürftigkeit erkennt und versteht. Die Pflegeperson übernimmt die Rolle des Zuhörers und Beraters. Abgeschlossen ist diese Phase, wenn die Interaktionspartner dem Problem das gleiche Maß an Wichtigkeit entgegenbringen und sich gegenseitig über die zukünftige gemeinsame Arbeit informiert haben. Während dieser Phase findet die Pflegediagnostik anhand der Pflegeanamnese gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen statt.
In der Identifikationsphase identifiziert sich der Patient positiv oder negativ mit der Pflegeperson. Es gibt drei Möglichkeiten, wie ein Patient reagieren kann: durch aktive Beteiligung an der Pflege, was zu einer wechselseitigen Beziehung zwischen Pflegeperson und Patient führt, durch Verweigerung der Mitarbeit oder durch passives Geschehenlassen. Die Aufgabe der Pflegekraft besteht darin, die Gefühle des Patienten zuzulassen und zu verstehen, ohne die professionelle Betreuung zu vernachlässigen. In dieser Phase werden die Pflegeplanung und die Pflegeprobleme gemeinsam definiert.
In der Nutzungs- oder Ausbeutungsphase schöpft der Gepflegte die angebotenen Dienstleistungen voll aus. Er liefert sich der Institution völlig aus und erwartet unbedingte, „elterliche“ Fürsorge. Für diese Phase sind die Pflegedokumentation und die Anpassung der Pflegeplanung an sich eventuell verändernde Pflegesituationen von Bedeutung.
Die Ablösungsphase beschreibt die Entwicklung des Gepflegten hin zu der Fähigkeit sich wieder selbst versorgen zu können. Diese Phase folgt nur nach Abschluss der bisherigen Entwicklung und ist Voraussetzung für die Wiederherstellung der Gesundheit. Sie leitet in der Regel die Entlassung des Gepflegten aus der Pflegeeinrichtung ein. Nach dem Ende dieser Phase erfolgt die Überprüfung der Pflegequalität, die pflegefachsprachlich als Evaluation bezeichnet wird.[17]
Konzept der Bedürfnisse und der Stufen der Angst[Bearbeiten]
Bedürfnisse[Bearbeiten]
 
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