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sonalen Pflege bildete innerhalb dieser Theorien eine Ausnahme, da sie zunächst einen Schwerpunkt
Peplaus Theorie kommt im Zusammenhang mit dem pflegegeschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext der 1950er-Jahre eine besondere Bedeutung zu. In dieser Zeit entstanden, basierend auf den Entwicklungen in der Medizin und des allgemeinen Fortschrittglaubens, die ersten modern konzipierten Krankenhäuser. Die praktische Pflege, die bis dahin überwiegend nicht institutionalisiert im familiären Umfeld geleistet wurde, erlebte ein massive Technisierung und Anpassung an die veränderten Strukturen. Der Mensch wurde im Verständnis der 1950er in den getrennten Einheiten Körper und Geist betrachtet (cartesianischer Dualismus), wobei sich die Medizin ausschließlich dem Körper zuwandte.[3] Die Pflege wurde in dieser Zeit von der Medizin dominiert und verfügte über keine eigenständigen und pflegewissenschaftlichen Grundlagen und definierte sich über die Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens. Für Peplau verursachten diese Rahmenbedingungen eine Tabuisierung der persönlichen Beziehung zwischen Gepflegtem und Pflegekraft, entgegen der medizinischen Dominanz versuchte sie die Pflege auf ihre Kerntätigkeit in der zwischenmenschlichen Beziehung zurückzuführen und verstand die Medizin in diesem Sinne als eine Bezugswissenschaft der Pflege.[4] Die Pflegetheorie Peplaus stieß vor diesem Hintergrund sowohl in der Pflege, wie auch im Gesundheitssystem auf Kritik und Widerstand.
Einflüsse und Quellen[Bearbeiten]
Peplaus analytische Arbeit wurde vor allem durch Erich Fromm beeinflusst, bei dem sie während ihres Studiums einige Kurse belegte. Ihre theoretischen Grundlagen zur interpersonalen Wahrnehmung stammen aus dem Umfeld der Neopsychoanalyse, deren Pioniere sie in den 1940ern während Praxiseinsätzen (Internship) im psychiatrischen Krankenhaus Chestnut Lodge kennenlernte. In dieser Einrichtung in Rockville, Maryland arbeiteten zu der Zeit eine Reihe bedeutender amerikanischer und aus Deutschland emigrierter Therapeuten, die sich mit der Entwicklung der analytisch orientierten Psychotherapie beschäftigten; dort entstanden die einflussreichen Chestnut Lodge Studies, die die Langzeitergebnisse psychiatrischer Behandlungen untersuchten.[5] Die Zusammenarbeit mit Karen Horney, Frieda Fromm-Reichmann, Harry Stack Sullivan und Clara Thompson hat das Verständnis Peplaus für das Zusammenwirken von Pflege und Gepflegtem nachhaltig geprägt und bildete die Grundlage für die Entwicklung der psychodynamische Pflege.[6] Peplau benennt selbst einen starken Einfluss Freuds für die persönlichkeitstheoretischen Ansätze und die Arbeiten des humanistischen Psychologen Maslows im Bereich der Motivations- und Bedürfnistheorie.[7]
Pflegewissenschaftliche Einteilung[Bearbeiten]
Pflegetheorien, die auch als konzeptionelle Pflegemodelle bezeichnet werden, beschreiben nicht die tatsächliche praktische Pflege oder ihren Zustand, sondern stellen das individuelle Verständnis von Pflege an sich dar. Diese Theorien werden neben der Definition zentraler Faktoren und Phänomene auch nach ihrem Ursprung, ihrer Entstehung, ihrer Bedeutung, ihrer Logik, ihrer Anwendbarkeit und ihrer Übertragbarkeit beziehungsweise nach ihrem Abstraktionsniveau unterschieden. Dabei ist die Reichweite der Theorie für das zugehörige Pflegemodell von entscheidender Bedeutung für die Ableitungsfähigkeit weiterer kleinerer Theorien und Modelle, für die Anwendbarkeit innerhalb verschiedener Pflegekulturen und für die Denkschule, der sie zugeordnet wird. Typisch für die Theorien der ersten Generation, zu denen Peplaus Theorie gehört, sind umfassende, meist induktiv entstandene Konzepte mit hoher Reichweite, die als grand theory klassifiziert werden.[2] Die Theorie der interpersonalen Pflege bildete innerhalb dieser Theorien eine Ausnahme, da sie zunächst einen Schwerpunkt auf die Anwendbarkeit in der psychiatrischen Pflege setzte. Dadurch hatte sie anfangs nur eine mittlere Reichweite, die aber in den nachfolgenden theoretischen Überlegungen Peplaus auf eine allgemeine Anwendbarkeit ausgedehnt wurde. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der Pflegetheorien ist das der Theorie zugrunde liegende Menschenbild. Dies kann systemisch, mechanistisch oder wie bei Peplau holistisch beziehungsweise ganzheitlich sein.
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